Entgelttransparenz

Entgelttransparenz in Österreich

Die Anforderungen an faire, nachvollziehbare und transparente Vergütung steigen. Mit der Umsetzung der EU-Entgelttransparenzrichtlinie in österreichisches Recht rücken nicht nur neue Informations- und Berichtspflichten in den Mittelpunkt. Unternehmen müssen künftig noch genauer erklären können, wie Stellen bewertet, Vergleichsgruppen gebildet und individuelle Vergütungsentscheidungen getroffen werden.

Entgelttransparenz ist deshalb mehr als eine regulatorische Aufgabe. Sie betrifft die gesamte Vergütungslogik eines Unternehmens – von der Jobarchitektur über Gehaltsbänder und variable Vergütung bis hin zu Performance Management, Datenqualität und interner Kommunikation.

Kienbaum unterstützt Unternehmen dabei, die Anforderungen einzuordnen, den eigenen Vorbereitungsstand zu prüfen und tragfähige Strukturen für eine faire und nachvollziehbare Vergütung zu schaffen.

Aktueller Stand

Aktueller Stand der Entgelttransparenz in Österreich

Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie muss in österreichisches Recht umgesetzt werden. Wie die konkreten Vorgaben für Unternehmen ausgestaltet werden, hängt von der finalen nationalen Regelung ab.

Unabhängig von einzelnen gesetzlichen Detailfragen können Unternehmen bereits heute wesentliche Grundlagen schaffen: belastbare Vergütungsdaten, nachvollziehbare Stellenbewertungen, geeignete Vergleichsgruppen und klar dokumentierte Vergütungsentscheidungen.

Wir beobachten die Entwicklungen laufend und informieren an dieser Stelle über die für österreichische Unternehmen relevanten Änderungen.

Ihre Analyse

Wie gut ist Ihr Unternehmen vorbereitet?

Viele Unternehmen haben bereits einzelne Voraussetzungen geschaffen. Häufig fehlt jedoch noch ein durchgängiger Gesamtansatz, der Stellenbewertung, Vergütungsdaten, Prozesse und Kommunikation miteinander verbindet.

Wo stehen Sie im Umgang mit KI?

Equal Pay Readiness Check

Möchten Sie herausfinden, wie gut Ihr Unternehmen auf faire Vergütung vorbereitet ist? Mit unserem kompakten Fragebogen erhalten Sie in nur wenigen Minuten wertvolle Erkenntnisse zu Ihrer aktuellen Equal-Pay-Situation.

Nach der Beantwortung von 10 Fragen wird Ihnen Ihr Ergebnis angezeigt – auch ganz ohne Angabe Ihrer E-Mail-Adresse. Möchten Sie eine detailliertere Analyse? Wenn Sie Ihre E-Mail-Adresse angeben, senden wir Ihnen zusätzlich einen personalisierten Report mit einer umfassenden Auswertung Ihrer Antworten.

Eine erste Bestandsaufnahme sollte unter anderem folgende Fragen beantworten:

  • Sind Gruppen gleicher oder gleichwertiger Arbeit definiert?
  • Sind alle relevanten Vergütungsbestandteile vollständig erfasst?
  • Können bestehende Entgeltunterschiede sachlich erklärt werden?
  • Sind Kriterien für Einstiegsgehälter und Gehaltsentwicklungen dokumentiert?
  • Sind Zuständigkeiten für Analysen, Auskünfte und Berichte festgelegt?
  • Sind HR und Führungskräfte auf die interne Kommunikation vorbereitet?

Laufende Einschätzungen

Equal Pay Gesetz: Status Quo & Ausblick

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Alfred Berger, Josefine Pribyl und Dominik Stella geben einen Überblick über den aktuellen Stand des Equal Pay-Gesetzes und zeigen, wie sich Unternehmen frühzeitig auf mehr Entgelttransparenz vorbereiten können.

Praktische Umsetzung

Was Entgelttransparenz für Unternehmen bedeutet

Die praktische Umsetzung berührt mehrere Bereiche der Organisation gleichzeitig:

Gleiche und gleichwertige Arbeit bestimmen

Jobtitel allein reichen als Vergleichsgrundlage häufig nicht aus. Aufgaben, Verantwortung, Qualifikation, Anforderungen und Arbeitsbedingungen müssen strukturiert bewertet und nachvollziehbar dokumentiert werden.

Vergütungsbestandteile klar definieren

Neben dem Grundgehalt können variable Vergütung, Boni, Zulagen, Überstunden, Sachleistungen und weitere Bestandteile relevant sein. Unternehmen benötigen eine konsistente Datengrundlage und eindeutige Berechnungslogiken.

Entgeltunterschiede analysieren

Eine statistische Abweichung ist nicht automatisch eine ungerechtfertigte Entgeltlücke. Entscheidend ist, ob Unterschiede anhand objektiver und geschlechtsneutraler Kriterien nachvollziehbar erklärt werden können.

Vergütungsentscheidungen dokumentieren

Einstiegsgehälter, Gehaltsentwicklungen, Beförderungen und individuelle Anpassungen sollten auf klaren Kriterien beruhen. Fehlende Dokumentation kann die spätere Erklärung historisch entstandener Unterschiede erschweren.

Performance nachvollziehbar einordnen

Wird Leistung als Grund für Vergütungsunterschiede herangezogen, braucht es transparente Leistungskriterien und konsistente Bewertungsmaßstäbe. Entgelttransparenz und Performance Management müssen deshalb gemeinsam betrachtet werden.

Unsere Lösungen

Entgelttransparenz vorausschauend gestalten

Unternehmen, die frühzeitig belastbare Strukturen schaffen, gewinnen mehr als die notwendige Vorbereitung auf gesetzliche Vorgaben. Sie verbessern die Qualität ihrer Vergütungsentscheidungen, stärken die interne Nachvollziehbarkeit und schaffen eine tragfähige Grundlage für faire und zukunftsfähige Vergütung.

Josefine Pribyl

Josefine Pribyl

Manager

Ihre Ansprechpartnerin rund um das Thema Entgelttransparenz